Cirque du Tarot - Tarot als Theateraufführung in fünf Akten
Nicht jedes Tarotdeck behandelt das Leben als Show. Dieses schon. Jede Karte ist eine Szene aus einer Zirkusvorstellung, komplett mit Figuren, Kostümen und theatralischer Beleuchtung. Das Ergebnis ist ein Deck, das dich einlädt, deine Legung als Geschichte zu betrachten, die sich vor deinen Augen entfaltet.
Cirque du Tarot wurde von Tarotautorin Leeza Robertson und Illustrator Josh Tufts geschaffen. Die Bildsprache ist vom Neoimpressionismus inspiriert: sanfte Farben, subtile Übergänge und eine traumhafte Atmosphäre, die an ein Gemälde von Seurat erinnert. Die Figuren sind ausgelassen, die Komposition durchdacht, und jedes Detail trägt zum theatralischen Setting bei.
Was du auf den Karten siehst
Die Illustrationen zeigen Artisten, Akrobaten und Zirkusfiguren in einer Welt aus Samt, Scheinwerfern und Kulissen. Die Farben sind reich, aber nicht hart. Überall siehst du Bewegung: ein Artist im Gleichgewicht, ein Jongleur in Aktion, eine Tänzerin, die sich dreht.
Die Karten folgen der Struktur des Rider-Waite-Smith, übersetzen sie aber in die Zirkuswelt. Der Narr wird ein Clown, die Hohepriesterin eine Wahrsagerin, der Turm ein einstürzendes Bühnenbild. Die Symbolik bleibt erkennbar, die Ausführung ist eigenwillig.
Jedes Kartenbild ist als Theaterszene aufgebaut. Du schaust nicht nur auf eine Figur, sondern auf einen Raum mit Tiefe, eine Lichtquelle, eine bestimmte Stimmung. Das führt dazu, dass du eine Karte länger betrachtest als gewohnt.
Das Begleitheft mit 288 Seiten
Robertson schreibt aus der Rolle der Zirkusdirektorin. Das Begleitheft ist keine standardmäßige Aufzählung von Bedeutungen, sondern eine Reise durch fünf Akte: die Großen Arkana, die vier Elemente der Kleinen Arkana, eine Pause und eine Zugabe. Jede Karte erhält eine doppelte Besprechung: als Verbündete und als Herausforderin.
Dieser Ansatz funktioniert gut. Statt auswendig zu lernen, was eine Karte 'bedeutet', lernst du, wie sich eine Karte in verschiedenen Rollen verhalten kann. Das passt zur Art, wie Menschen Tarot in der Praxis nutzen: kontextsensibel, nicht dogmatisch.
Ziehe eine Karte und lies nur den 'Verbündete'-Teil. Am nächsten Tag nimmst du dieselbe Karte und liest den 'Herausforderin'-Teil. Du wirst merken, dass sich die Karte anders anfühlt.
Für wen dieses Deck funktioniert
Dieses Deck verlangt keine jahrelange Erfahrung. Die Struktur ist klassisch, das Begleitheft ist umfangreich, die Bilder sind ausdrucksstark genug, um intuitiv damit zu arbeiten. Wer bereits mit RWS-Tarot vertraut ist, wird die Übersetzungen ins Zirkusthema schnell erkennen.
Was das Deck verlangt, ist, dass du Geschichten magst. Wenn du lieber mit klaren Symbolen und deutlichen Linien arbeitest, ist dies wahrscheinlich nicht dein Deck. Aber wenn du dich gern mit Atmosphäre, Figuren und theatralischen Details beschäftigst, bietet dieses Deck viel zum Spielen.
Über Leeza Robertson und Josh Tufts
Leeza Robertson ist Autorin und Coach. Sie hat mehrere Tarotdecks und Bücher veröffentlicht und ist bekannt für ihren narrativen Ansatz zur Spiritualität. Für Cirque du Tarot hat sie die Zirkusmetapher vollständig ausgearbeitet, bis hin zur Struktur des Begleithefts.
Josh Tufts ist Illustrator und hat für dieses Deck einen Stil gewählt, der auf den französischen Neoimpressionismus verweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch subtile Farbverläufe und eine fast gemalte Textur aus, was dem Deck eine künstlerische Ausstrahlung verleiht, die über standardmäßige digitale Illustration hinausgeht.
Spezifikationen
- Anzahl Karten: 78
- Kartengröße: 120 x 70 mm
- Begleitheft: 288 Seiten, farbig
- Sprache: Englisch
- Finish: glänzend
- Kartondicke: stabil
- Verpackung: luxuriöse Aufbewahrungsbox
- Autorin: Leeza Robertson
- Illustrator: Josh Tufts
Was uns oft gefragt wird
Folgt dieses Deck der Rider-Waite-Smith-Struktur?
Ja. Die Bilder sind ins Zirkusthema übersetzt, aber Symbolik und Reihenfolge bleiben dem RWS treu. Das macht das Deck zugänglich für alle, die bereits mit dieser Struktur arbeiten.
Sind die Karten für den täglichen Gebrauch geeignet?
Das hängt von deinen Vorlieben ab. Die Karten sind stabil und das Finish ist glänzend, was bei regelmäßiger Nutzung gut funktioniert. Das Format ist Standard. Aber die Bilder sind komplex genug, dass manche sie lieber für tiefere Legungen aufheben.