Crowley Tarot Pocket AGM - das Thoth-System im Taschenformat
Dies ist keine vereinfachte Version. Die Taschenausgabe des Thoth Tarot behält die gesamte Symbolik, alle Farbschichten und die ganze philosophische Tiefe des Originals. Das Format ist kleiner, der Inhalt nicht.
Aleister Crowley entwarf dieses System zwischen 1938 und 1943 zusammen mit der Künstlerin Lady Frieda Harris. Er wollte den traditionellen Tarot auf Grundlage von Thelema, seiner eigenen magischen Philosophie, neu strukturieren. Harris übersetzte seine Vision in geometrische Kompositionen voller astrologischer Symbole, hebräischer Buchstaben und alchemistischer Verweise. Das Ergebnis ist abstrakt, farbenfroh und intellektuell anspruchsvoll.
Was du auf den Karten siehst
Die Bildsprache ist nicht narrativ. Wo eine Rider-Waite-Karte eine Szene zeigt, zeigt eine Thoth-Karte ein Prinzip. Die Zehn der Schwerter heißt hier 'Ruin'. Die Acht der Stäbe heißt 'Swiftness'. Jede große Arkana trägt astrologische Symbole, hebräische Buchstaben und Farbcodes, die auf das Tree of Life-System aus der Kabbala verweisen.
Die Farben sind lebhaft und kontrastieren stark. Gelb, Rot, Blau und Grün dominieren. Viele Karten enthalten geometrische Muster: Kreise, Dreiecke, Pentagramme. Der Stil erinnert an Art déco und frühe Moderne, nicht an mittelalterliche oder Renaissancebilder.
Die kleinen Arkana sind vollständig illustriert, aber nicht mit Menschen oder Geschichten. Stattdessen siehst du abstrakte Kompositionen, die die Energie von Zahl und Element visualisieren.
Was dieses Deck unterscheidet
Crowley passte die Struktur des Tarots an. Die Reihenfolge einiger großer Arkana wurde geändert. Strength ist hier VIII, Justice ist XI. Die Hofkarten heißen Knight, Queen, Prince und Princess statt King, Queen, Knight und Page. Crowley stellte den Ritter über den König in der Hierarchie, was die Dynamik des Hofes verändert.
Die philosophische Basis ist Thelema, ein System, das sich um Willenskraft, Selbstverwirklichung und die Entdeckung deines 'wahren Willens' dreht. Die Karten funktionieren nicht als Spiegel alltäglicher Situationen, sondern als Zugänge zu tieferen Bewusstseinsschichten.
Zieh eine Karte und lies die Beschreibung im Begleitheft. Leg die Karte dann vor dich hin und schau ein paar Minuten lang, ohne zu interpretieren. Die Symbolik entfaltet sich langsam.
Für wen das funktioniert
Dieses Deck ist für Menschen konzipiert, die sich für westliche Esoterik interessieren. Kenntnisse in Astrologie, Kabbala oder zeremonieller Magie helfen, sind aber nicht erforderlich. Was nötig ist: die Bereitschaft, Zeit ins Studium zu investieren. Die Karten geben keine direkten Antworten. Sie stellen Gegenfragen.
Das Taschenformat macht das Deck tragbar. Die Karten messen 103 x 70 mm, was das Mischen für Menschen mit kleineren Händen oder für diejenigen erleichtert, die an das Standard-Spielkartenformat gewöhnt sind. Der Karton ist stabil und hat eine glatte, glänzende Oberfläche, die sich gut mischen lässt, aber empfindlich für Fingerabdrücke ist.
Über Aleister Crowley und Lady Frieda Harris
Aleister Crowley (1875-1947) war ein britischer Okkultist, Schriftsteller und Bergsteiger. Er gründete die religiöse Philosophie Thelema und schrieb Dutzende Bücher über Magie, Mystik und Tarot. Sein Ruf ist umstritten, sein Einfluss auf die moderne Esoterik nicht.
Lady Frieda Harris (1877-1962) war eine britische Künstlerin ohne vorherige Erfahrung mit Tarot oder Okkultismus, als Crowley sie ansprach. Sie arbeitete fünf Jahre lang an den Karten, fertigte mehrere Versionen jeder Karte an und studierte die Symbolik bis ins Detail. Ihre Arbeit gilt als einer der Höhepunkte esoterischer Kunst im 20. Jahrhundert.
Spezifikationen
- Anzahl Karten: 78
- Kartenmaße: 103 x 70 mm
- Begleitheft: 96 Seiten
- Sprache: Englisch
- Verlag: AG Müller
- Karton: stabil, glatte glänzende Oberfläche
- Entwurf: Aleister Crowley
- Illustrationen: Lady Frieda Harris
Was uns oft gefragt wird
Sind die Bilder identisch mit der Standardausgabe?
Ja. Alle Illustrationen, Farben und Details sind aus dem Original übernommen. Der einzige Unterschied ist die Größe der Karten selbst.
Warum haben einige Karten andere Namen als in einem klassischen Tarotdeck?
Crowley strukturierte den Tarot auf Grundlage seines eigenen philosophischen Systems neu. Er änderte die Reihenfolge einiger großer Arkana und benannte die Hofkarten um, um besser mit seiner Vision von Hierarchie und elementaren Kräften übereinzustimmen.