Forest of Enchantment Tarot - Märchenillustrationen voller versteckter Details
Manche Tarotkarten liest du. In andere verschwindest du einfach. Das Forest of Enchantment Tarot gehört zur zweiten Art. Die Illustrationen sind so dicht, dass jeder Zug etwas Neues zeigt: einen Kobold zwischen den Wurzeln, eine Katze auf einem Fensterbrett, Licht, das durch ein Blätterdach fällt, das du vorher nicht bemerkt hattest.
Das Deck ist eine Zusammenarbeit zwischen der Schriftstellerin Lunaea Weatherstone und der Illustratorin Meraylah Allwood, erschienen bei Llewellyn Publications. Die Bildsprache schöpft aus der europäischen Märchentradition: Hexen und Zauberer, Feen und Elfen, Geister und Gestaltwandler, tanzende Prinzessinnen und müde alte Ritter.
Was du auf den Karten siehst
Die Illustrationen sind figurativ und sehr detailliert. Kein Minimalismus: Jedes Bild ist eine vollständige Szene mit Hintergrund, mehreren Figuren und einer Symbolik, die bei wiederholter Betrachtung immer neue Ebenen zeigt. Die Farben sind warm und gesättigt, mit viel Grün, Gold und tiefem Blau.
Die Karten sind großformatig und haben ein Hochglanzfinish. Das macht das Mischen angenehm glatt, auch wenn sich die Karten dadurch etwas rutschiger anfühlen als matte Oberflächen. Die Box schließt mit einem Magnetdeckel und ist stabil verarbeitet.
Was das Begleitheft bietet
Das Begleitheft umfasst 240 Seiten und zeigt jede Karte in Farbe. Zu jeder Karte gibt es eine Szenenbeschreibung, den Rat des Orakels ('Oracle's Advice') und eine Notiz des Lorekeepers, einer Figur, die als Begleiter durch den Wald führt. Diese erzählerische Qualität hebt den Text von einem rein sachlichen Kartenverzeichnis ab.
Weatherstone strukturiert die Symbolik des Decks um vier Gründe, warum jemand einen Wald betritt: eine Aufgabe, das Fliehen vor Gefahr, die Suche nach Schätzen oder das einfache Verlorensein. Diese vier Grundthemen prägen den Aufbau der Kartenbedeutungen.
Ein Deck, das auch allein funktioniert
Es gibt außerdem ein Forest of Enchantment Oracle, ein ergänzendes Set mit 40 Orakelkarten. Beide sind für die gemeinsame Nutzung konzipiert und teilen dieselbe Bildwelt, dieselben Figuren und dasselbe visuelle Vokabular. Du kannst beide unabhängig voneinander verwenden, aber wer beides besitzt, wird vertraute Figuren wiedererkennen, wie etwa das Pfefferkuchenhaus, das im Orakel im 'Child of Boons' erscheint.
Schau beim ersten Durchblättern der Karten genau in den Hintergrund. Allwood hat in jedes Bild zusätzliche Ebenen eingebaut, die erst nach mehrmaligem Hinsehen sichtbar werden.
Über Lunaea Weatherstone und Meraylah Allwood
Lunaea Weatherstone ist Schriftstellerin und arbeitet seit Jahren im Bereich Tarot und Orakel. Für dieses Deck hat sie das gesamte narrative Gerüst und die Bedeutungsstruktur entwickelt, gegründet auf der Grammatik des europäischen Märchens.
Meraylah Allwood ist Illustratorin. Ihr Stil ist figurativ und vielschichtig, mit einer Bilddichte, die Symbolik trägt, ohne schematisch zu werden. Die Geschlossenheit der Welt, die beide gemeinsam geschaffen haben, ist auf jeder Karte spürbar.
Spezifikationen
- Anzahl der Karten: 78
- Begleitheft: 240 Seiten, mit Farbillustrationen aller Karten
- Sprache: Englisch
- ISBN: 9780738751399
- Verlag: Llewellyn Publications
- Autorin: Lunaea Weatherstone
- Illustratorin: Meraylah Allwood
- Kartenfinish: Hochglanz
- Kartenformat: groß
- Box: stabil, Magnetverschluss
Was uns oft gefragt wird
Sind Schlüsselwörter oder Titel auf den Karten aufgedruckt?
Nein. Auf den Karten selbst sind keine Schlüsselwörter oder Titel aufgedruckt. Die Bedeutungen erschließen sich aus dem Begleitheft und aus den Bildern. Das Begleitheft ist vollständig auf Englisch.
Wie unterscheidet sich dieses Deck vom Forest of Enchantment Oracle?
Die Tarotkarten folgen der klassischen Struktur mit 78 Karten. Das Orakel ist ein separates Set mit 40 Karten, das als Ergänzung in derselben Bildwelt konzipiert wurde. Beide teilen Figuren und Orte, funktionieren aber auch unabhängig voneinander.