Golden Tarot of the Renaissance - Rekonstruktion des Charles-VI-Tarots aus dem 15. Jahrhundert
Dies ist keine moderne Interpretation von Renaissance-Kunst. Dies ist eine Restaurierung eines der ältesten Tarotdecks der Welt. Das Golden Tarot of the Renaissance, auch bekannt als Charles-VI-Tarot oder Gringonneur-Tarot, stammt aus dem Ferrara des 15. Jahrhunderts und wurde für die Familie Este geschaffen.
Künstler A.A. Atanassov hat die erhaltenen Karten studiert und die fehlenden anhand der Fresken des Schifanoia-Palastes ergänzt. Die Großen Arkana sind Rekonstruktionen der Originale. Die Kleinen Arkana, von denen keine historischen Exemplare bekannt sind, basieren auf derselben Bildsprache: astrologische Dekane, Monate des Jahres, höfische Szenen. Jede Karte ist mit Goldfolie veredelt.
Was du auf den Karten siehst
Die Bildsprache ist mittelalterlich und aristokratisch. Figuren tragen lange Gewänder, halten Stäbe und Schwerter, als wären sie Zepter, und stehen in Posen, die du auch in religiösen Tafeln findest. Die Farben sind klar, aber nicht grell: Rot, Blau, Grün, Gold.
Die Goldfolie sitzt auf Kronen, Heiligenscheinen, Hintergründen und Details in der Kleidung. Es ist kein subtiler Akzent. Bei Lichteinfall fällt sie sofort auf.
Die Großen Arkana folgen der klassischen Reihenfolge und Symbolik, aber die Ausführung unterscheidet sich von dem, was du vielleicht gewohnt bist, wenn du ein Rider-Waite-Smith-Deck kennst. Der Narr trägt einen Turban. Der Eremit hält eine Sanduhr. Der Mond zeigt zwei Astrologen, die den Himmel studieren. Die Symbolik ist älter, direkter, weniger psychologisch.
Für wen das funktioniert
Dieses Deck folgt der klassischen Tarotstruktur. Du kannst damit arbeiten wie mit jedem anderen Tarotdeck. Was anders ist, ist die Bildsprache. Wenn du an modernes Tarot mit Handlung und Emotion auf den Kleinen Arkana gewöhnt bist, musst du hier umdenken. Die Figuren stehen oft still, und die Bedeutung liegt mehr in Haltung, Farbe und Attribut als in einer sich entfaltenden Erzählung.
Die Goldfolie macht dieses Deck auch für rituellen oder meditativen Gebrauch geeignet. Das Licht, das sich darin spiegelt, zieht die Aufmerksamkeit an und hält sie fest.
Leg die Karten unter eine Lampe oder ins Tageslicht. Die Goldfolie fängt das Licht je nach Winkel anders ein, und das kann deinen Blick auf ein Detail lenken, das dir sonst entgangen wäre.
Über A.A. Atanassov
Atanassov restauriert historische Tarotkarten. Sein Ansatz basiert auf kunsthistorischer Forschung: Er studiert die Originalkarten, analysiert den Stil und ergänzt fehlende Teile so, dass sie zu dem passen, was da war. Für dieses Deck hat er sich in die Renaissance-Kunst Ferraras und die Ikonografie des Schifanoia-Palastes vertieft.
Spezifikationen
- Anzahl Karten: 78
- Kartengröße: 70 x 120 mm
- Sprache Begleitheft: mehrsprachig (Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Deutsch)
- Verlag: Lo Scarabeo
- Veredelung: Goldfolie-Akzente auf allen Karten
- Kartonqualität: fester, hochwertiger Karton
- Künstler: A.A. Atanassov
- Stil: basierend auf Tarotkarten aus Ferrara aus dem 15. Jahrhundert und Fresken aus dem Schifanoia-Palast
Was uns oft gefragt wird
Unterscheidet sich die Symbolik von einem Rider-Waite-Smith?
Ja. Die Großen Arkana folgen derselben Reihenfolge und denselben Grundbedeutungen, aber die Bildsprache ist älter und stärker in der mittelalterlichen Ikonografie verwurzelt. Die Kleinen Arkana sind keine Szenen, sondern stehende Figuren mit Attributen, basierend auf astrologischen Dekanen und Monaten des Jahres.
Nutzt sich die Goldfolie bei Gebrauch ab?
Lo Scarabeo verwendet moderne Drucktechniken. Die Goldfolie ist fest aufgetragen und hält normaler Nutzung stand. Misch vorsichtig, und der Glanz bleibt jahrelang erhalten.