Good Fortune Tarot - traditionelle Symbolik mit verschobener Perspektive
Die meisten Rider-Waite-Smith-Decks folgen der Struktur treu. Dieses kippt sie um eine Vierteldrehung. Die Grundlage ist vertraut, aber Justice hält ihre Waage nicht so, wie du es gewohnt bist. Sie kippt sie mit ihrem Knie.
Good Fortune Tarot von Barbara Moore und Jessica Roux nutzt RWS als Basis und fügt Details aus der Marseille-Tradition hinzu. Keine radikalen Brüche, aber genug Verschiebungen, um deine Aufmerksamkeit wach zu halten.
Was du auf den Karten siehst
Jessica Roux' Illustrationen arbeiten mit gedämpften Farben und viel Flora und Fauna. Keine grellen Akzente, aber eine organische Ausstrahlung, die an botanische Drucke erinnert. Ihr Stil ist zeitlos, fast nostalgisch.
Die Karten haben ein Linen-Finish. Das fühlt sich beim Mischen angenehm an und gibt etwas mehr Griffigkeit als glattes Karton.
Ein auffälliges Detail: The Emperor und The Empress bilden zusammen ein durchgehendes Panorama. Die beiden Szenen siehst du erst als Ganzes, wenn du die Karten nebeneinanderlegst.
Marseille-Einflüsse im RWS-Format
Moore hat sich nicht für ein vollständiges Marseille-Deck entschieden, bringt aber Elemente ein. Justice mit ihrer gekippten Waage ist das deutlichste Beispiel. Es sind kleine Eingriffe, die die Symbolik etwas weniger vorhersehbar machen.
Das Thema des Decks dreht sich um Fortuna als bewegende Kraft. Nicht etwas, das dir passiert, sondern etwas, mit dem du navigierst. Das spiegelt sich in der Dynamik der Bilder wider.
Leg The Emperor und The Empress nebeneinander und zieh eine dritte Karte. Positioniere sie genau zwischen ihnen und beobachte, was die aktuelle Dynamik zwischen Struktur und Schöpfung in deinem Leben bestimmt.
Das 272-seitige Begleitheft
Barbara Moore schreibt klar. Ihre Texte sind zugänglich, ohne oberflächlich zu werden. Das Begleitheft ist vollfarbig gedruckt und beschreibt alle 78 Karten.
Du findest keine vorgefertigten Antworten, sondern Interpretationen, die dir helfen, selbst Verbindungen herzustellen. Moore ermutigt zu einem aktiven Gespräch mit den Karten statt passivem Warten auf das, was sie sagen.
Über Barbara Moore und Jessica Roux
Barbara Moore schreibt seit über 35 Jahren über Tarot und hat weltweit unterrichtet. Ihre Stärke liegt darin, Symbolik in praktische Lesungen zu übersetzen, ohne an Tiefe zu verlieren.
Jessica Roux ist Illustratorin in Nashville. Ihre Arbeit dreht sich um Pflanzen, Tiere und rhythmische Formen in gedämpften Farben. Für dieses Deck hat sie diese Ästhetik eingesetzt, um der RWS-Tradition eine organische, fast verwitterte Anmutung zu geben.
Spezifikationen
- Anzahl Karten: 78
- Begleitheft: 272 Seiten, vollfarbig
- Sprache: Englisch
- Verlag: Llewellyn Publications
- Maße: 139,7 x 54,1 x 215,9 mm
- Gewicht: 808 g
- Kartenfinish: Linen-Finish
- Papier Begleitheft: FSC-zertifiziert
- Tinte Begleitheft: auf Sojabasis
- Autorin: Barbara Moore
- Illustratorin: Jessica Roux
Was uns oft gefragt wird
Wie stark weicht dieses Deck von einem klassischen Rider-Waite-Smith-Deck ab?
Die Struktur bleibt gleich. Die Abweichungen liegen in Details und verschobenen Perspektiven, wie Justice, die ihre Waage kippt. Es ist vertraut genug, um sofort damit zu arbeiten, anders genug, um aufzupassen.
Ist das Begleitheft für Anfänger geeignet?
Ja. Moore schreibt klar und erklärt die Symbolik, ohne Vorkenntnisse vorauszusetzen. Gleichzeitig bietet der Text genug Tiefe für erfahrene Kartenlegende.