Grim Tales Tarot - Folklore und okkulte Symbolik im Dark Victorian-Stil
Märchen sind keine Kindergeschichten. Die ältesten Versionen sind düsterer, schärfer, weniger aufgeräumt. Grim Tales Tarot von Fiona Edgewood greift diese Unterströmung auf und übersetzt sie in ein Tarot, das der Rider-Waite-Smith-Struktur folgt, sie aber mit viktorianischer Bildsprache und verborgenen Symbolen einkleidet.
Das Deck wird von Llewellyn Publications herausgegeben. Die Karten haben matte, dunkelgraue Kanten und kommen in einer stabilen Box mit Magnetverschluss und Hebeband. Das beiliegende Buch umfasst 200 Seiten in Farbe.
Was du auf den Karten siehst
Die Illustrationen sind detailreich und dunkel im Ton. Die Figuren tragen Kleidung aus der viktorianischen Zeit, die Schauplätze sind Wälder, Schlösser, Innenräume, in denen Licht schräg einfällt. Keine hellen Farben, sondern Grau-, Braun-, Grün- und Tiefrottöne.
Viele Karten verweisen auf Motive der Gebrüder Grimm: Wölfe, Spiegel, Wälder, in denen man sich verirrt, Türen, die man besser nicht öffnet. Diese Verweise sind nicht wörtlich, sondern funktionieren als Archetypen. Der Eremit wird kein Zwerg, trägt aber etwas von dieser Einsamkeit und diesem Geheimnis in sich.
Die okkulte Symbolik steckt in Details: eine Hand, die etwas zu lang ist, ein Schatten, der nicht passt, eine Blume, die nicht zur Jahreszeit gehört. Du siehst es erst, wenn du eine Karte länger betrachtest.
Wie sich dieses Deck zu RWS verhält
Die Struktur ist klassisch Rider-Waite-Smith. Wenn du diese Bedeutungen kennst, kannst du sofort mit diesem Deck arbeiten. Was sich ändert, ist der Ton. Wo RWS hell und fast fröhlich sein kann, zieht Grim Tales alles einen halben Ton dunkler.
Das macht das Deck nicht düster, aber ernst. Es passt zu Legungen, bei denen du auf Schattenseiten schaust, auf das, was du lieber nicht siehst, auf Fragen, die keine einfache Antwort haben.
Lege eine Drei-Karten-Lesung als kurze Geschichte: 'Wer bin ich in diesem Kapitel?', 'Was verbirgt sich hinter der Tür?', 'Was flüstert mir der Wald zu?'
Für wen dieses Deck entworfen ist
Das Buch gibt an, die Karten seien für Anfänger geeignet, weil die Rider-Waite-Smith-Struktur vorhanden ist. Das stimmt technisch, aber die Bildsprache verlangt Aufmerksamkeit. Dies ist kein Deck, das du schnell in der Kaffeepause liest.
Viele Kartenlegende wählen es für narrative Legungen, bei denen die Karten keine einzelnen Antworten geben, sondern eine Geschichte bilden, die du selbst weitererzählst. Es funktioniert auch gut für Schattenarbeit und für Fragen zu Mustern, die du schon lange mit dir trägst.
Über Fiona Edgewood
Fiona Edgewood ist Künstlerin und Mystikerin. Ihre Arbeit dreht sich um Folklore und fantastische Erzählungen. Für Grim Tales hat sie die Gebrüder Grimm als Ausgangspunkt genommen und diese traditionellen Geschichten mit Tarot-Symbolik und viktorianischer Ästhetik verschmolzen.
Spezifikationen
- Anzahl Karten: 78
- Struktur: Rider-Waite-Smith
- Sprache: Englisch (Karten und Buch)
- Buch: 200 Seiten, farbig
- Kartenveredelung: matte dunkelgraue Kanten
- Verpackung: stabile Box mit Magnetverschluss und Hebeband
- Maße: 82,6 x 45,2 x 128,5 mm
- Papier: nachhaltig gewonnen
- Tinte: umweltfreundlich
- Verlag: Llewellyn Publications
- Gestaltung und Illustrationen: Fiona Edgewood
Was uns oft gefragt wird
Was unterscheidet die Illustrationen von anderen Märchendecks?
Die meisten Märchendecks wählen einen hellen oder farbenfrohen Ansatz. Grim Tales wählt einen Dark Victorian-Stil mit okkulten Details und einem dunklen Ton, der näher an den Originalgeschichten der Gebrüder Grimm bleibt.
Wie stabil ist die Verpackung für den täglichen Gebrauch?
Die Box ist von Llewellyn hergestellt und hat einen Magnetverschluss, der gut schließt. Das Hebeband macht es einfach, die Karten herauszunehmen. Die Box ist stabil genug für intensiven Gebrauch.