L'oracle d'Eros - 44 Archetypen des Begehrens
Über dieses Orakelspiel
L'oracle d'Eros stellt eine der ältesten Grundkräfte des Universums in den Mittelpunkt: Eros, das ursprüngliche Begehren. Keine romantische Vereinfachung, sondern eine vielschichtige Kraft, die in uns allen lebt und die sich auf viele Arten zeigt, manchmal liebevoll, manchmal beängstigend, manchmal spielerisch, manchmal überwältigend. Die 44 Karten geben diesen verschiedenen Gesichtern eine menschliche Form. Dieses Spiel ist für alle gedacht, die ihre eigene Sexualität und ihre Wünsche selbstständig erkunden wollen, ohne vorgegebene Antworten oder Bewertungen. Es setzt Offenheit für psychologische Selbstreflexion voraus und ist deshalb am stärksten, wenn du bereit bist, dich mit dem, was eine Karte auslöst, wirklich auseinanderzusetzen.
Symbolik und Themen
Jede der 44 Karten steht für einen Archetyp der menschlichen Sexualität: Aspekte, die wir überbetonen, andere, die wir lieber übersehen. Die Verliebte, der Verführer, die Libertine, das Tier, diese Figuren sind nicht abstrakt, sondern erkennbar aus dem eigenen Erleben. Die Bildwelt, geschaffen von Fotokünstler Sirblondin (Sébastien Tonin), ist sinnlich und an manchen Stellen bewusst herausfordernd. Eros erscheint hier nicht als sanfte oder unschuldige Kraft, sondern als etwas, das kraftvoll, zärtlich, beängstigend und lebhaft zugleich sein kann. Das Spiel fragt nicht: 'Ist das gut oder schlecht?' Es fragt: 'Kennst du diese Seite von dir?'
Die Macherinnen und Macher
Géraldine Bindi ist Autorin und Olfaktotherapeutin aus Lyon, die in verschiedenen Genres arbeitet: Comics, Kurzgeschichten, Artikel und Spiele. Ihr Interesse gilt der Psychologie, dem Unbewussten und der menschlichen Komplexität. Die Idee für dieses Spiel entstand, als Eros sich ihr nach eigenen Worten mit großer Entschlossenheit aufdrängte. Er wollte nicht länger verkannt werden. Die Bilder und die grafische Welt des Spiels stammen von Sirblondin, dem Künstlernamen von Sébastien Tonin, einem Bildkünstler und Fotografen, der zuvor bereits die visuelle Welt für Spiele wie 'Les Chemins de Qumran', 'Il s'appelait' und 'La Conscience de Gaïa' gestaltet hat.
Praktische Nutzung
Das Begleitbuch umfasst 150 Seiten und ist vollständig auf Französisch verfasst. Es erklärt jeden Archetyp ausführlich und gibt Hinweise zur Arbeit mit den Karten. Für eine vollständige Nutzung sind gute Französischkenntnisse daher sinnvoll. Das Spiel lässt sich ergänzend zu therapeutischer Begleitung rund um Sexualität einsetzen, ist aber in erster Linie für die eigenständige Auseinandersetzung konzipiert. Wer gerne mit offenen Fragen arbeitet und nicht nach schnellen Antworten sucht, wird das meiste aus diesem Orakel herausholen.
Ziehe eine Karte zu einem Aspekt deines Begehrens, bei dem du dich ambivalent fühlst, und lies dann die Archetypbeschreibung im Begleitbuch: nicht um zu urteilen, sondern um zu erkennen, welche Stimme von Eros gerade in dir spricht.
Merkmale - L'oracle d'Eros
- Autorin / Illustrator: Géraldine Bindi (Text), Sirblondin / Sébastien Tonin (Illustrationen)
- Verlag: Le Souffle d'Or
- Anzahl der Karten: 44
- Begleitbuch: 150 Seiten
- Sprache: Französisch
- ISBN: 9782840585633
- Gewicht: 356 g
- Abmessungen: 112 x 33 x 152 mm
Häufig gestellte Fragen zu L'oracle d'Eros
Kann ich dieses Spiel nutzen, wenn ich kein Französisch spreche?
Das Begleitbuch und alle Kartentexte sind auf Französisch. Ohne Sprachkenntnisse lässt sich das Buch kaum nutzen. Die Kartenbilder selbst können zwar auch ohne Textverständnis wirken, aber der volle Zugang zu den Archetypbeschreibungen setzt Lesekenntnisse im Französischen voraus.
Worin unterscheidet sich L'oracle d'Eros von einem Liebes- oder Beziehungsorakel?
Klassische Liebesorakel beschäftigen sich meist mit Fragen zu Beziehungen und Partnerschaften. L'oracle d'Eros arbeitet stattdessen mit psychologischen Archetypen der Sexualität und des Begehrens selbst. Die Fragen, die es stellt, richten sich nach innen: Welche Aspekte meines eigenen erotischen Lebens kenne ich, welche vermeide ich? Das macht es zu einem psychologisch anspruchsvolleren Werkzeug als ein herkömmliches Liebesorakel.