Book of the Dead Oracle - 48 Ölgemäldekarten über das Jenseits
Die meisten Orakelkarten beginnen beim Leben. Diese beginnen beim Tod und gehen von dort aus weiter. Cilla Conway malte die 48 Karten des Book of the Dead Oracle während des ersten Lockdowns 2020, ausgehend von Ölgemälden, die bereits in ihrem Atelier lagen: ein Geisterpferd, ein Dämon, Figuren, die wie verlorene Seelen aussahen. Es war eine persönliche Antwort auf eine Zeit kollektiver Unsicherheit, gespeist durch intensive Auseinandersetzung mit Berichten über Nahtod-Erfahrungen.
Das Ergebnis ist ein Orakel, das dem Tod nicht ausweicht, sondern genau hinschaut, was danach kommen könnte. Das ist ein ungewöhnlicher Ausgangspunkt, und die Karten tragen diesen Ernst durch das gesamte Deck.
Vier Pfade, achtundvierzig Gemälde
Conway teilt das Jenseits in vier Pfade ein. Seelen auf dem ersten Pfad kommen klar und bewusst an. Der zweite bietet Neugier und Gärten zum Durchstreifen. Der dritte ist der Pfad der verlorenen Seelen: verwirrt, unsicher ob sie tot sind, noch nah an ihrem alten Leben. Der vierte ist der dunkelste: Seelen, die Conway als kalt und hartnäckig beschreibt und die nach unten statt nach oben gehen.
Diese Struktur gibt den Karten eine breite emotionale Bandbreite. Manche Bilder sind hell und weit. Andere sind ausgesprochen beunruhigend. Der Vergleich mit William Blake ist kein Zufall: Conway arbeitet abstrakt, aber mit derselben Schichtung aus Farbe, Bewegung und selbst entworfener Mythologie.
Die Karten sind randlos gedruckt. Die Kanten sind holografisch veredelt, ebenso das Muster auf der Rückseite. Das verleiht den Karten eine physische Präsenz, die angenehm in der Hand liegt, ohne aufgesetzt zu wirken.
Was das Begleitheft enthält
Das Begleitheft widmet jeder Karte zwei Seiten: eine beschreibt das Ereignis oder den Zustand, der im Bild dargestellt wird, die andere schlägt Interpretationsansätze für eine Lesung vor und lässt Platz für eigene Notizen. Das ist ein praktischer Aufbau, der persönlichen Assoziationen viel Raum gibt.
Conway fügt außerdem Beschreibungen konkreter Legungen ein, die sie für Freunde und Klienten durchgeführt hat. Das hilft dabei zu verstehen, wie die Karten in der Praxis zusammenwirken. Abgeschlossen wird das Heft mit einer Erdungsmeditation und Literaturhinweisen zum Thema Nahtod-Erfahrungen und Jenseits.
Conway ist in einem Punkt ausdrücklich: Dieses Orakel trägt eine wohlwollende Energie, sollte aber mit Respekt genutzt werden. Sie beschreibt, wie die Karten eingesetzt werden können, um Botschaften an verstorbene Seelen zu senden oder von ihnen zu empfangen, für Ahnenarbeit, das Klären von Energien oder die Erkundung vergangener Leben. Das sind spezifische Anwendungen, die diesem Deck ein anderes Gewicht geben als den meisten Alltags-Orakeln.
Conways eigene Worte zum Umgang ohne Respekt: Was du damit anziehen könntest, ist 'am besten in Ruhe gelassen'. Das ist keine Rhetorik, sondern ein praktischer Hinweis.
Über Cilla Conway
Cilla Conway ist eine international bekannte Künstlerin, die sechs frühere Tarot- und Orakelkarten-Sets geschaffen hat, darunter The Byzantine Tarot, The Shimmering Veil Tarot und das Multi-Dimensional Deva deck. Dieses Projekt entstand spontan: Nach dem Abschluss dieses letzten Werks sah sie die Gemälde auf ihrem Boden und erkannte darin den Keim eines westlichen Totenbuchs.
Sie veröffentlicht unter ihrem eigenen Imprint cc3 Publications. Der Kritiker John Matthews, Schriftsteller und Mythologieforscher, schreibt, dass kein kommerzieller Verlag derzeit etwas Vergleichbares in Bezug auf handwerkliche Qualität und Produktionsstandard produziert.
Spezifikationen
- Anzahl der Karten: 48
- Sprache: Englisch
- ISBN: 9781527294011
- Verlag: cc3 Publications
- Schöpferin: Cilla Conway
- Technik: Ölgemälde
- Veredelung: randlose Karten mit holografischen Kanten und holografischem Detail auf der Rückseite
- Begleitheft: zwei Seiten pro Karte, Lesungen aus der Praxis, Erdungsmeditation, Literaturhinweise
Was uns oft gefragt wird
Kann ich diese Karten für eine normale Alltagslesung nutzen?
Ja, das ist möglich. Die Karten sind jedoch durchgehend auf Themen rund um Tod, Jenseits, Ahnen und vergangene Leben ausgerichtet. Conway beschreibt Legungen mit zwei bis sechs Karten in einer oder zwei Reihen, das Format ist also überschaubar. Ob der thematische Rahmen zur eigenen Praxis passt, ist eine persönliche Entscheidung.
In welcher Sprache sind die Karten und das Begleitheft?
Alles ist auf Englisch. Die Kartentitel stehen auf den Karten selbst, das Begleitheft ist vollständig auf Englisch verfasst.