The English Magic Tarot - Alchemie und Astrologie im England des sechzehnten Jahrhunderts
Manche Tarotdecks gehen klassisch mit Symbolik um. Andere verlagern sie in eine andere Zeit und einen anderen Ort. Dieses Deck wählt das Zweite. The English Magic Tarot spielt im England der Zeit zwischen Heinrich VIII. und der Restauration, einer Epoche, in der Magie, Wissenschaft und Religion noch nicht klar voneinander getrennt waren.
Andy Letcher entwickelte das Konzept, Rex Van Ryn zeichnete die Karten und Steve Dooley kolorierte sie. Das Ergebnis ist ein grafisches Deck mit narrativem Stil, voller Details, die sich erst beim zweiten oder dritten Blick zeigen.
Was du auf den Karten siehst
Die Bildsprache ist dynamisch und erinnert an Comics oder historische Manuskripte. Figuren tragen Kleidung des sechzehnten Jahrhunderts, alchemistische Symbole sind in die Hintergründe eingewoben, und die Kompositionen sind klar genug, um auf einen Blick erfasst zu werden.
Bekannte Persönlichkeiten der englischen Esoterik tauchen auf: John Dee, der Astrologe und Berater von Elisabeth I., und Isaac Newton, dessen alchemistische Studien weniger bekannt sind als seine Physik. Dazu Folklore, heilige Orte und Rätsel aus alten Texten.
Die Karten haben eine matte Oberfläche und abgerundete Ecken. Sie messen 75 mal 125 Millimeter, was sich angenehm mischen lässt. Der Karton ist stabil genug für regelmäßigen Gebrauch.
Wie das Deck funktioniert
Das 160-seitige Begleitheft beschreibt jede Karte mit Blick auf historischen Kontext und Tarotbedeutung. Das macht es zugänglich, auch wenn du wenig Vorwissen über diese Zeit hast. Der grafische Stil hilft dabei: Die Bilder erzählen eine Geschichte, und diese Geschichte kannst du in deiner Legung nutzen.
Dies ist kein kontemplatives Deck. Es ist lebendig, voller Aktion und Bewegung. Das passt zu Tageskarten und kurzen Legungen, funktioniert aber genauso gut für ausgedehnte Sitzungen, in denen du tiefer in die Symbolik eintauchst.
Achte auf die kleinen Details im Hintergrund jeder Karte. Dort finden sich oft zusätzliche Symbole, die die Hauptbedeutung verstärken oder nuancieren.
Über Andy Letcher, Rex Van Ryn und Steve Dooley
Andy Letcher schreibt über englische magische Traditionen und ist selbst in Folklore und Geschichte ausgebildet. Er lieferte die konzeptionelle Struktur.
Rex Van Ryn zeichnete die Karten. Sein Stil ist grafisch und klar, mit einem Auge für historische Kleidung und Architektur.
Steve Dooley kolorierte die Illustrationen und sorgte für die visuelle Kohärenz des Ganzen.
Spezifikationen
- Anzahl Karten: 78
- Kartengröße: 75 x 125 mm
- Finish: matt, mit abgerundeten Ecken
- Karton: stabil
- Begleitheft: 160 Seiten
- Sprache: Englisch
- Verlag: Weiser Books
- Autor: Andy Letcher
- Illustrator: Rex Van Ryn
- Kolorist: Steve Dooley
Was uns oft gefragt wird
Muss man viel über englische Geschichte wissen, um dieses Deck zu nutzen?
Nein. Das Begleitheft liefert genug Kontext, um die Karten zu verstehen. Die historische Ebene fügt Tiefe hinzu, ist aber nicht erforderlich, um das Deck zu lesen.
Wie unterscheidet sich dieses Deck von einem klassischen Rider-Waite-Smith-Tarot?
Die Struktur ist dieselbe: 78 Karten, 22 große Arkana, 56 kleine Arkana. Die Bildsprache ist anders: grafischer, stärker auf Aktion und Geschichte ausgerichtet, und vollständig in einer bestimmten historischen Periode verwurzelt.