The Old Gods Tarot - achteckige Tarotkarten mit Weltmythologie
Es gibt kaum Tarotdecks, bei denen die Forschungsarbeit so sichtbar ist wie die Bilder selbst. The Old Gods Tarot von Cilla Conway gehört dazu. Zwei Jahre Arbeit, Dutzende von Kulturen, und ein Kartenformat, das sofort zeigt: das ist kein gewöhnliches Deck.
Conway ist eine niederländisch-britische Künstlerin, die bisher für ihren verträumten, malerischen Ölfarben-Stil bekannt war. Dieses Deck markiert einen Bruch: Alles ist digital in Photoshop gemalt, in mehreren Ebenen aufgebaut, um komplexe Symbolik zu tragen. Das Ergebnis ist dichter, fordernder, und um eine klare Idee herum gebaut: Gottheiten sind kein kulturelles Eigentum, sondern archetypische Kräfte, die überall wiederkehren.
Was du auf den Karten siehst
Jede Karte der Großen Arkana kombiniert mindestens drei Gottheiten aus verschiedenen Weltkulturen, die dasselbe Thema verkörpern. Der Narr, der Turm, der Stern: Jeder trägt mehrere Götter als Träger. Die Karten haben goldene Ränder, und die Kompositionen funktionieren auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Die Kleine Arkana verwendet angepasste Suit-Namen: Sceptres (Feuer), Chalices (Wasser), Blades (Luft) und Orbs (Erde). Jeder Suit wird von einer Göttin angeführt. Die nummerierten Karten sind Pips, keine vollständig illustrierten Szenen. Das ist eine bewusste Entscheidung von Conway, die sonst durchgehend figurativ arbeitet. Die Kleine Arkana trägt silberne Ränder.
Dann die Form: Die Karten sind achteckig. Das klingt nach einem Detail, aber es verändert, wie die Karten in der Hand liegen. Mischen fühlt sich anders an. Legen auch. Die Kartenrückseiten sind fast, aber nicht ganz symmetrisch, für alle, die mit umgekehrten Karten arbeiten.
Was das Begleitheft enthält
Das Begleitheft umfasst etwa 170 Seiten und enthält Farbillustrationen, Erläuterungen zur heiligen Geometrie und Numerologie sowie Quellenangaben. Letzteres ist in einem Tarot-Begleitheft selten. Conway begründet ihre Entscheidungen: Welche Gottheiten, warum, und aus welcher Tradition.
Das ist kein Begleitheft, das du einmal liest und dann weglegst. Viele Lesende beschreiben das Deck als Lehrwerk über Weltreligionen, nicht nur als Divinationswerkzeug. Das Begleitheft trägt dazu aktiv bei.
Für wen dieses Deck gedacht ist
Die Symbolik ist vielschichtig, und die Bildsprache setzt eine gewisse Bereitschaft zum Studium voraus. Das Begleitheft bietet Orientierung, aber das Deck ist nicht als Einstiegspunkt konzipiert. Wer tiefe Symbolik, Mythologie aus mehreren Kulturen und ein visuell dichtes Werk schätzt, findet hier viel, womit er sich auseinandersetzen kann.
Sammlerinnen und Sammler betrachten dies als Conways bisher komplexestes Werk. Es ist auch das konzeptuell ambitionierteste.
Die achteckige Form ist kein Stilmittel zum Selbstzweck: Sie verändert spürbar, wie du die Karten hältst und legst. Nimm dir Zeit, dich daran zu gewöhnen, bevor du ein vollständiges Legemuster ausprobierst.
Über Cilla Conway
Cilla Conway ist eine niederländisch-britische Künstlerin, die mehrere Orakel- und Tarotkarten-Sets geschaffen hat. Ihre früheren Werke zeichnen sich durch einen verträumten, malerischen Ölfarben-Stil aus. The Old Gods Tarot ist ihr erstes vollständig digital gemaltes Deck, entstanden aus zwei Jahren Forschung zur globalen Mythologie und heiligen Geometrie.
Im gesamten Deck hat sie subtilen Humor und eine ausdrückliche Anerkennung weiblicher Kraft eingebaut, ein roter Faden, der sich durch ihr gesamtes Werk zieht.
Spezifikationen
- Anzahl der Karten: 80 (Standard 78 + zwei Narren + Wild-God-Karte)
- Begleitheft: ca. 170 Seiten, mit Farbillustrationen, Quellenangaben und Erläuterungen zur heiligen Geometrie und Numerologie
- Sprache: Englisch
- Illustratorin und Autorin: Cilla Conway
- Kartenform: Achteckig
- Ränder Große Arkana: Gold
- Ränder Kleine Arkana: Silber
- Stil Kleine Arkana: Pip-Karten (keine vollständig illustrierten Szenen)
- Kartenrückseite: Fast symmetrisch (geeignet für Umkehrungen)
- Technik: Digital in Photoshop gemalt
Was uns oft gefragt wird
Wie unterscheidet sich dieses Deck von einem klassischen Rider-Waite-Smith-Deck?
Die Struktur folgt dem klassischen Tarotmodell mit 22 Großen und 56 Kleinen Arkana, aber fast alles andere weicht davon ab. Die Kartenform ist achteckig, die Suit-Namen sind angepasst, die nummerierten Karten der Kleinen Arkana sind Pips statt szenischer Illustrationen, und jede Karte der Großen Arkana vereint Gottheiten aus mehreren Kulturen. Die Rider-Waite-Smith-Bildsprache ist hier nicht die Grundlage.
Sind die nummerierten Karten der Kleinen Arkana vollständig illustriert?
Nein. Die nummerierten Karten sind Pips: symbolische Darstellungen ohne figurative Szenen. Nur die Hofkarten der Kleinen Arkana sind vollständig ausgearbeitet. Wer ein Rider-Waite-Smith-Deck oder ein vollständig illustriertes Deck gewohnt ist, wird diesen Unterschied sofort bemerken.