Universal Celtic Tarot - randlose Karten mit keltischer Symbolik
Es gibt Tarotdecks, die am Rider-Waite-System festhalten, und es gibt Decks, die eine kulturelle Schicht hinzufügen. Dieses Deck macht beides. Floreana Nativo und Illustratorin Cristina Scagliotti haben die klassische Tarotstruktur beibehalten und jede Karte mit keltischer Mythologie durchdrungen.
Am auffälligsten ist, dass die Karten keinen Rand haben. Die Illustrationen laufen bis an den Rand des Kartons. Das bedeutet, dass du während einer Legung vor allem Bilder siehst, keine Rahmen. Für manche Lesenden macht das die Übersicht klarer, für andere wirkt es unruhiger.
Was du auf den Karten siehst
Die Bildsprache ist dunkel und grün. Viele Wälder, viel Dämmerung, viele Verweise auf Naturmagie und die Elemente. Cristina Scagliotti arbeitet mit tiefen Farben und detailreichen Kompositionen, die die Atmosphäre alter keltischer Geschichten heraufbeschwören.
Die Struktur ist Rider-Waite: 78 Karten, aufgeteilt in Große und Kleine Arkana. Jede Figur, jedes Symbol ist in den keltischen Kontext übersetzt. Die Hohepriesterin trägt Attribute aus der keltischen Spiritualität, der Tod verweist auf die Zyklen der Jahreszeiten, die Stäbe-Karten stellen Feuer und Wachstum dar, wie sie in der keltischen Tradition verstanden werden.
Der Karton ist stabil und matt veredelt. Die Karten messen 65 x 118 mm, ein handliches Format, das sich gut mischen lässt. Das Begleitheft ist mehrsprachig und gibt Kernbedeutungen für jede Karte.
Wie das randlose Design funktioniert
Ohne Ränder wirken die Karten visuell größer. Während einer Legung fließen die Bilder ineinander. Das kann dir helfen, Muster zu erkennen, erfordert aber auch etwas mehr Platz auf dem Tisch, damit die Karten sich nicht überlappen.
Manche Lesenden finden das randlose Design kraftvoller für Meditation. Du schaust auf ein vollständiges Bild, ohne visuelle Unterbrechung. Andere vermissen die Struktur, die ein Rahmen gibt. Es ist Geschmackssache.
Lege die Karten etwas weiter auseinander als sonst. So bleibt jedes Bild intakt und du siehst schneller, wie sie miteinander im Gespräch sind.
Für wen dieses Deck funktioniert
Wenn du die Rider-Waite-Struktur kennst und Interesse an keltischer Mythologie hast, bietet dieses Deck eine direkte Brücke zwischen beiden. Die Symbolik ist spezifisch genug, um für diejenigen erkennbar zu sein, die mit keltischen Geschichten vertraut sind, aber nicht so abstrakt, dass du Vorwissen brauchst.
Für Einsteigende ist es nutzbar, sofern du Rider-Waite als Grundlage gelernt hast. Die Bilder sind ohne diesen Hintergrund nicht immer intuitiv. Das Begleitheft hilft, ist aber knapp gehalten.
Über Floreana Nativo und Cristina Scagliotti
Floreana Nativo schreibt und entwickelt Tarotdecks, die Mythologie und Spiritualität verbinden. Ihre Arbeit zeichnet sich durch Aufmerksamkeit für symbolische Tiefe aus, ohne esoterisch zu werden.
Cristina Scagliotti illustriert. Ihr Stil ist expressiv und detailreich, mit einer Vorliebe für dunkle Töne und natürliche Kompositionen. Zusammen haben sie ein Deck geschaffen, das sowohl künstlerisch als auch funktional ist.
Spezifikationen
- Anzahl Karten: 78 (Große und Kleine Arkana)
- Kartengröße: 65 x 118 mm
- Design: randlos (borderless)
- Kartonqualität: stabiler Karton mit matter Oberfläche
- Begleitheft: mehrsprachiges Begleitheft mit Kernbedeutungen
- Verlag: Lo Scarabeo
- Thema: keltische Mythologie, Naturmagie, Rider-Waite-Struktur
- Autorin: Floreana Nativo
- Illustratorin: Cristina Scagliotti
Was uns oft gefragt wird
Was ist der Unterschied zwischen diesem Deck und einem klassischen Rider-Waite-Deck?
Die Struktur und Symbolik sind Rider-Waite, aber jede Figur und jedes Symbol ist in die keltische Mythologie übersetzt. Die Bildsprache ist dunkler, grüner und stärker auf Naturmagie ausgerichtet. Zudem sind die Karten randlos.
Eignet sich dieses Deck für den Einsatz in heidnischen oder Wicca-Praktiken?
Ja. Die Betonung von Naturmagie, den Elementen und keltischen Traditionen macht das Deck geeignet für Rituale, Jahreskreisfeste und Mondarbeit. Die Symbolik passt zur heidnischen Tradition.