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Intuitiv Tarot lesen ohne schlechtes Gewissen wegen der “richtigen” Bedeutung

Intuitief lezen zonder schuldgevoel over de echte betekenis

Du ziehst eine Karte und spürst sofort etwas. Eine Richtung, eine Stimmung, ein Bild das etwas in dir berührt. Dann schlägst du das Buch auf und findest etwas ganz anderes. Und bevor du es merkst, hast du deine eigene Reaktion beiseitegeschoben und die offizielle Bedeutung übernommen, auch wenn sie nicht zu dem passte was du gefühlt hast.

Kommt dir das bekannt vor? Du bist nicht allein. Und es ist auch nicht deine Schuld, denn irgendwann hat dir jemand beigebracht, dass es eine richtige Bedeutung gibt, und dass du sie kennen musst.

Das Missverständnis über die “echte” Bedeutung

Tarotkarten tragen eine reiche symbolische Tradition. Farben, Zahlen, Figuren und Hintergründe haben im Laufe von Jahrzehnten bestimmte Assoziationen angesammelt. Dieses Wissen ist wertvoll und es lohnt sich, etwas davon aufzunehmen.

Aber eine Karte hat keine feste Bedeutung, die für alle Menschen in jeder Situation gleich ist. Das gibt es nicht. Selbst die erfahrensten Leser sind sich nicht einig darüber, was eine Karte genau sagt. Bedeutung entsteht immer in der Begegnung zwischen der Karte, der Frage und der Person die schaut. Und diese Person bist du.

Deine intuitive Reaktion ist kein Fehler. Sie ist eine Information.

Woher das schlechte Gewissen kommt

Viele Menschen, die Tarot lernen, fühlen sich irgendwann wie Betrüger. Sie lesen für jemanden, sagen etwas das wirklich trifft, wissen aber insgeheim dass sie es nicht “richtig” gemacht haben. Sie haben ein Symbol falsch gedeutet, einer Karte eine Bedeutung gegeben die in keinem Buch steht, oder einfach aus dem Bauch heraus gelesen ohne begründen zu können warum.

Dieses Betrügergefühl kommt aus der Vorstellung, dass es ein System gibt das man beherrschen muss bevor man lesen darf. Als wäre Tarot eine Prüfung, die man erst bestehen muss.

Aber Tarot ist keine Prüfung. Es ist ein Gesprächsmittel. Und genauso wie du kein Grammatikbuch brauchst um ein gutes Gespräch zu führen, brauchst du keine vollständige Beherrschung der Symbolik um mit einer Karte etwas Sinnvolles zu sagen.

Der Unterschied zwischen Intuition und Wunschdenken

Hier gibt es eine Nuance die ehrlich benannt werden sollte. Denn es gibt einen Unterschied zwischen intuitiv lesen und einfach sehen was man sehen will.

Intuitiv lesen bedeutet: die erste Reaktion ernst nehmen, auch wenn sie unangenehm ist. Es bedeutet, bereit zu sein etwas zu fühlen das man lieber nicht fühlen würde.

Wunschdenken ist: eine Karte so lange umzudeuten bis sie die guten Nachrichten bringt die man gesucht hat. Das ist keine Intuition, das ist Selbsttäuschung. Und wenn du ehrlich bist, kennst du den Unterschied.

Eine hilfreiche Faustregel: Wenn deine erste Reaktion etwas war das du nicht hören wolltest, und du danach nach einer anderen Deutung gesucht hast, war die erste Reaktion wahrscheinlich die echte.

Wie du lernst deiner Intuition zu vertrauen

Schreib deine erste Reaktion auf

Bevor du das Buch aufschlägst, schreib einen Satz darüber was die Karte dir gibt. Keine Erklärung, keine Analyse. Nur was du fühlst oder denkst wenn du sie siehst. Mach das eine Weile, und schau dann zurück ob sich wiederkehrende Muster in dem zeigen was du schreibst. Diese Muster sind deine Lesesprache.

Nutze das Buch als Ergänzung, nicht als Korrektur

Es spricht nichts dagegen nachzuschlagen. Aber tue es nachdem du deine eigene Reaktion aufgeschrieben hast. So bleibst du im Gespräch mit dir selbst, anstatt sofort zu einer Autorität zu greifen. Du wirst merken dass deine erste Reaktion und die Buchbedeutung sich oft ergänzen ohne dass eine von beiden “falsch” ist.

Gib dir die Erlaubnis zu experimentieren

Lies eine Woche lang nur aus dem Bauch heraus, ohne Nachschlagewerke. Nicht für andere wenn sich das zu riskant anfühlt, sondern für dich selbst. Schreib auf was du siehst und was du damit machst. Am Ende der Woche schaust du zurück: Was hat gestimmt? Was hat dich überrascht? Was würdest du anders machen?

Diese Art Übung lehrt dich mehr über deinen eigenen Lesestil als jedes Buch. Wenn du tiefer in die Bedeutung der Karten einsteigen möchtest, ohne dich von einem System einengen zu lassen, gibt wie lese ich Tarotkarten? dir eine ehrliche Einführung die von deiner eigenen Wahrnehmung ausgeht.

Und die Symbolik?

Sie bleibt wertvoll. Je mehr du über die Bilder auf den Karten weißt, desto mehr hat deine Intuition worauf sie aufbauen kann. Wissen und Gefühl schließen sich nicht aus. Sie verstärken sich gegenseitig.

Wenn du die faszinierende Welt der Kartenbedeutungen besser verstehen möchtest ohne das Gefühl zu haben zuerst alles wissen zu müssen, ist die faszinierende Bedeutung der Tarotkarten ein guter Einstieg.

Deine Intuition braucht keine Genehmigung

Tarot ohne schlechtes Gewissen lesen beginnt mit einer einzigen Verschiebung: aufzuhören zu glauben, dass es eine richtige Antwort gibt die du noch nicht gefunden hast. Es gibt keine Abschlussprüfung, keine Jury, keinen Experten der beurteilt ob du es richtig gemacht hast.

Es gibt nur dich, die Karte, und was auftaucht wenn du ehrlich hinschaust. Das reicht vollkommen um anzufangen.

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