Alice in Wonderland Oracle - Wonderland als archetypisches System
Manche Decks illustrieren eine Geschichte. Andere nutzen eine Geschichte als Denksystem. Dieses Orakel von Paolo Barbieri und Carole-Anne Eschenazi tut das Zweite.
Alice im Wunderland ist hier kein Kinderbuch. Die 36 Karten zeigen Alice als Teenager, und die Perspektive verschiebt sich mit ihr. Figuren wie die Grinsekatze, der verrückte Hutmacher und die Herzkönigin werden als Archetypen gelesen, nicht als Illustrationen zu einem Text.
Was du auf den Karten siehst
Paolo Barbieri zeichnet in einem Stil, den du an Tiefe, Schatten und Farbkontrasten erkennst. Seine Alice hat nicht die Sanftheit eines viktorianischen Mädchens. Sie ist schärfer, älter, und trägt einen Blick, der sagt, dass sie die Regeln von Wonderland bereits kennt.
Die Grinsekatze grinst nicht nur. Sie offenbart etwas. Der verrückte Hutmacher sitzt nicht einfach am Tisch. Jede Figur trägt eine Rolle, die du in eine Situation oder eine Entscheidung übersetzen kannst. Darauf ist dieses Deck aufgebaut.
Das Format ist groß: 88 x 125 mm. Das gibt den Illustrationen Raum. Details in Kleidung, Hintergrund und Gesichtsausdruck treten klar hervor.
Wie das Begleitheft funktioniert
Carole-Anne Eschenazi schreibt die Texte. Sie ist kein neuer Name in diesem Bereich. Ihr Ansatz ist nicht verträumt, sondern konkret. Das Begleitheft erklärt, wie du eine Wonderland-Figur mit einer Frage oder einem Thema verknüpfst.
Es gibt keine festen Legemuster. Was du bekommst, sind Werkzeuge, um selbst zu entscheiden, welche Karte wohin passt. Das erfordert etwas Erfahrung, aber nicht unbedingt mit Tarot. Mit dir selbst, ja.
Ziehe eine Karte, wenn du vor einer Entscheidung stehst, die sich nicht logisch anfühlt. Lass das Bild eine Weile bei dir bleiben, bevor du etwas entscheidest.
Für wen dieses Orakel funktioniert
Dieses Deck setzt voraus, dass du die Geschichte von Alice kennst. Nicht jedes Detail, aber die Atmosphäre. Wenn Wonderland für dich nur ein Kinderbuch ist, wird die Symbolik weniger direkt ankommen.
Es funktioniert gut für alle, die gerne mit Bildern denken statt mit festen Strukturen. Die Karten haben keine Nummerierung, keine feste Reihenfolge, keine Hierarchie. Du nimmst, was kommt, und liest, was du siehst.
Über Paolo Barbieri und Carole-Anne Eschenazi
Paolo Barbieri illustriert seit Jahrzehnten Fantasy-Karten. Sein Stil ist theatralisch und farbenfroh, mit großer Aufmerksamkeit für Licht und Schatten. Frühere Arbeiten umfassen das Barbara Walker Tarot und das Universal Fantasy Tarot.
Carole-Anne Eschenazi ist Autorin und Entwicklerin von Orakel- und Tarotdecks. Sie ist bekannt für die De La Nuit-Serie. Ihre Stärke liegt darin, Geschichten in nutzbare Kartensysteme zu übersetzen.
Spezifikationen
- Anzahl der Karten: 36
- Kartengröße: 88 x 125 mm
- Sprache: mehrsprachig (inklusive Englisch)
- ISBN: 9780738779195
- Verlag: Lo Scarabeo
- Illustrator: Paolo Barbieri
- Autorin: Carole-Anne Eschenazi
Was uns oft gefragt wird
Muss ich das Buch von Lewis Carroll gelesen haben, um dieses Deck zu nutzen?
Nicht unbedingt, aber es hilft. Die Karten bauen auf Wiedererkennung auf. Wenn du die Figuren nicht kennst, fehlt dir eine Bedeutungsebene.
Wie unterscheidet sich dieses Orakel von einem Tarotdeck?
Ein Tarotdeck hat 78 Karten, unterteilt in Arkana und Farben. Dieses Orakel hat 36 Karten ohne feste Struktur. Es ist freier, aber auch weniger auf ein vollständiges System ausgerichtet.