Da Vinci Tarot - Renaissance-Bildsprache mit klassischer Tarot-Struktur
Leonardo da Vinci malte wenig. Er zeichnete viel. Seine anatomischen Studien, Figurenskizzen, rätselhaften Porträts und technischen Entwürfe bilden die Quelle für dieses Deck. Keine wörtlichen Kopien, sondern Neuinterpretationen von Tarot-Archetypen durch die Linse seiner Arbeit.
Die Großen Arkana wurden 1992 vom bulgarischen Künstler Iassen Ghiuselev gemalt. Zehn Jahre später vervollständigte Atanas Atanassov das Deck mit den Kleinen Arkana, in exakt demselben Stil. Das Ergebnis ist ein konsistentes Ganzes, das Renaissance-Ästhetik mit klassischer Tarot-Struktur verbindet.
Was du auf den Karten siehst
Die Bildsprache ist präzise und anatomisch. Klassische Proportionen, sanfte Sfumato-Übergänge, Gesichtsausdrücke, die etwas verbergen. Die Figuren schauen weg, zeigen, halten Objekte mit Händen, die Da Vinci selbst gezeichnet haben könnte.
Die Farben sind gedämpft: viele Erdtöne, tiefes Blau, Ocker, gelegentlich ein heller roter oder goldener Akzent. Hintergründe bleiben ruhig, damit die Figuren im Vordergrund stehen. Jedes Detail ist bewusst platziert.
Die Karten folgen der Rider-Waite-Struktur, übersetzen sie aber in Renaissance-Bildsprache. Der Narr trägt ein Renaissance-Kostüm, der Magier arbeitet mit Instrumenten aus Da Vincis Zeit, der Turm ähnelt einer seiner Architekturskizzen. Vertraut für alle, die Tarot kennen, überraschend durch den künstlerischen Blickwinkel.
Wie sich dieses Deck verhält
Dies ist kein Einsteigerdeck. Die Bilder sind vielschichtig und verlangen mehr als einen schnellen Blick. Wer an klare, direkte Symbolik gewöhnt ist, muss sich hier an Subtilität gewöhnen. Gesten sind klein, Blicke mehrdeutig, die Atmosphäre meditativ.
Das Deck funktioniert gut für alle, die Renaissance-Kunst erkennen und etwas damit anfangen können. Die Verweise auf Da Vincis Werk fügen den Karten zusätzliche Ebenen hinzu. Wer das erkennt, schöpft daraus Energie. Wer das nicht erkennt, verpasst einen Teil der Absicht.
Achte auf die Richtung, in die Figuren schauen, und darauf, was ihre Hände tun. Da Vinci nutzte diese Details, um Energie und Bewegung anzuzeigen.
Über Iassen Ghiuselev und Atanas Atanassov
Iassen Ghiuselev ist ein bulgarischer Künstler, der die Großen Arkana 1992 malte. Seine Arbeit verbindet Renaissance-Techniken mit moderner Farbgebung.
Atanas Atanassov vervollständigte das Deck zehn Jahre später mit den Kleinen Arkana. Er folgte exakt demselben Stil, sodass das Ganze wie aus einer Hand wirkt.
Spezifikationen
- Anzahl der Karten: 78 (22 Große Arkana, 56 Kleine Arkana)
- Kartengröße: 65 x 120 mm
- Karton: stabil, langlebig
- Beschichtung: matt
- Sprache: mehrsprachig (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch)
- Verlag: Lo Scarabeo
- Künstler: Iassen Ghiuselev (Große Arkana), Atanas Atanassov (Kleine Arkana)
Was uns oft gefragt wird
Sind dies Reproduktionen von Da Vincis Gemälden?
Nein. Die Karten sind von seinem Stil, seinen Skizzen und anatomischen Studien inspiriert, aber keine wörtlichen Kopien existierender Werke. Die Künstler haben Tarot-Archetypen in Renaissance-Bildsprache übersetzt.
Ist dieses Deck für Anfänger geeignet?
Es folgt der klassischen Tarot-Struktur, also technisch ja. Die Bildsprache ist subtil und vielschichtig, was mehr Aufmerksamkeit erfordert als ein klares, modernes Deck. Wer gerade erst anfängt, könnte besser hineinwachsen, als damit zu starten.