LUX Tarot - handgeschnittener Linolschnitt in der Marseille-Tradition
Linnea Gits hat jede Karte dieses Decks eigenhändig aus Linoleum geschnitten. Das ist keine stilistische Geste. Es ist eine Entscheidung, die die Bilder auf einer grundlegenden Ebene bestimmt. Linolschnitt arbeitet mit Druck, Widerstand und Linien, die sich nicht vollständig kontrollieren lassen. Der physische Akt des Schneidens hinterlässt Spuren, die Zeichnungen oder digitale Arbeit nicht erzeugen können.
LUX ist das lateinische Wort für 'Licht'. Das Deck basiert lose auf dem Marseille-Tarot und stammt von Uusi, dem Kunst- und Designstudio, das Gits gemeinsam mit Peter Dunham leitet. Seit acht Jahren arbeiten sie innerhalb der symbolischen Bildwelt des Tarots. Dieses Deck ist ein direkter Ausdruck dieser Arbeit.
Was du auf den Karten siehst
Die Bildsprache ist dicht und kompromisslos. Linolschnitt lässt keine Verläufe zu: Alles ist schwarz oder weiß, geschnitten oder nicht. Im Vergleich zu einem Aquarelldeck oder einer sanft illustrierten RWS-Variante wirkt das hier klar und bewusst. Figuren werden nicht umrissen, sondern aus den Spuren des Werkzeugs aufgebaut.
Die Herrscherin trägt ein Schild mit sieben Bäumen, die die sieben Chakren des Körpers darstellen. Unter ihr bewegt sich ein mondäner See. Die Hohepriesterin wird als beschworene Gewitterwolke beschrieben, aufgeladen und reinigend. Die Symbolik ist körperlich und direkt, nicht dekorativ oder abstrakt.
Neben den 78 klassischen Karten enthält das Deck 5 Luna-Karten. Sie gehören zum System, das Gits und Dunham bei Uusi entwickelt haben. Das Begleitheft, das separat erhältlich ist, liefert den vollständigen Kontext dazu.
Das Verhältnis zum Marseille-Tarot
Die Struktur folgt der Marseille-Tradition, aber Gits reproduziert sie nicht. Ihre Bildsprache hat eine eigene Stimme, geformt durch das Medium des Linolschnitts und die Philosophie von Uusi. Der Rahmen ist vertraut. Die Ausführung ist persönlich.
Das Begleitheft liegt nicht bei. Wer den philosophischen und symbolischen Hintergrund verstehen möchte, benötigt das separat erhältliche LUX Tarot-Buch.
Die Karten messen 75 x 130 mm. Die geprägte Leinenfinish gibt eine gute Griffigkeit, ohne dass die Karten beim Mischen aneinander kleben.
Über Linnea Gits und Peter Dunham
Linnea Gits und Peter Dunham haben Uusi gemeinsam gegründet. Gits schneidet und schreibt. Dunham gestaltet und illustriert. Seit acht Jahren haben sie sich mit Uusi eine erkennbare Position im zeitgenössischen Tarot- und Orakeldesign erarbeitet.
Das LUX Tarot ist eine erste Auflage. Die Produktion spiegelt das wider: Premium-Spielkartenkarton, geprägte Leinenfinish und eine Tuckbox auf schwerem Karton mit Goldfolienprägung.
Spezifikationen
- Anzahl Karten: 83 (22 Große Arcana, 56 Kleine Arcana, 5 Luna-Karten)
- Kartenformat: 75 x 130 mm
- Auflage: Erste Auflage
- Veredelung: Premium-Spielkartenkarton mit geprägter Leinenfinish
- Verpackung: Tuckbox auf schwerem Karton mit Goldfolienprägung
- Begleitheft: Separat erhältlich
- Verlag: Uusi
- Künstlerin: Linnea Gits
Was uns oft gefragt wird
Liegt dem Deck ein Begleitheft bei?
Nein. Das LUX Tarot-Buch ist separat erhältlich. Das Deck wird ohne schriftliche Erläuterungen geliefert.
Was sind die 5 Luna-Karten genau?
Die Luna-Karten sind zusätzliche Karten über die klassischen 78 hinaus. Sie gehören zum System von Uusi. Ihre vollständige Bedeutung wird in der Verpackung selbst nicht erläutert. Dafür ist das separat erhältliche Begleitheft nötig.
Worin unterscheidet sich dieses Deck von einem klassischen Marseille-Tarot?
Die Struktur basiert auf der Marseille-Tradition, aber die Bildsprache ist durch den Linolschnitt vollständig neu gestaltet. Der Stil ist rauer und persönlicher als eine klassische Marseille-Reproduktion. Zudem enthält das Deck 5 Luna-Karten, die im klassischen System nicht vorkommen.